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Heimatmuseum Harra

Die Geschichte der Entstehung des Heimatmuseums beginnt Mitte der Neunziger Jahre. Mit der Absicht, die Traditionspflege Werkzeuge und Gegenstände aus Haushalt und Beruf zu erhalten, fasste die Gemeinde Harra 1997 den Entschluss, zum Kauf eines historischen Gebäudes mitten im Ort. Es liegt unmittelbar an der Ortsdurchfahrt und ist für jeden Besucher leicht zu finden. Im März 1998 gründete sich der Museumsverein, der sich zunächst die Gebäudeerhaltung- und Ausstattung zur Hauptaufgabe machte. Zum wesentlichsten Inhalt der Sehenswürdigkeiten im Haus zählt das Wirken des "Mechanikus" (Kunst- und Möbeltischler) Johann August Karl Horn (1787 - 1848). Allein seine Fähigkeiten machten ihn zu einem berühmten Mann seiner Zeit. Sein Wirken fand deshalb auch Eingang in die Chronik des Ortes und ist weiterhin in der Jubiläumsschrift zum 700-jährigen Jubiläum der Gemeinde Harra 1932 festgehalten

Die kleine Werkstatt im Bodenraum des Museums wurde im Jahr 2000 zugänglich gemacht und zeigt Werkzeuge und die original Hobelbank des Meisters. Hier entstanden u. a. für das Jagdschloss "Weidmannsheil" in Saaldorf die noch heute vorhandene Wendeltreppe, die unnachahmlichen "Hirschbein Meubles" und natürlich auch Fenster, Türen und Wandverkleidungen, die seine typische Handschrift tragen. Das Modell der Wendeltreppe des Schlosses und weitere Zeitdokumente befinden sich heute im Traditionszimmer unmittelbar neben der Werkstatt im Bodenraum des Museums. Einzelne Möbelstücke aus seiner Hand sind im Altenteil (heute Küche) zu besichtigen.

Im Keller des Gebäudes treffen Sie auf eine Ausstellung der Mineralogen aus Harra und Kießling, die Kostbarkeiten aus der Bergbauzeit und Fundstücke aus heutiger Zeit zeigt. Auf einer alten Steintreppe gelangen Sie in das Erdgeschoss und gleich links in den Kolonialwarenladen, der Sie in die Verkaufskultur von "Tante Emma" Läden der 30iger Jahre versetzt. Über den mit Bruchsteinen ausgelegten Flur erreichen Sie das Wohn- und Arbeitszimmer der Nachfahren des Mechanikus. Hier entdecken Sie eine Schneiderecke und die Wohnzimmerausstattung, die in anschaulicher Weise das nützliche Zusammenwirken von Wohn- und Arbeitsbereich erahnen lässt. Eine besondere Kostbarkeit des Raumes ist das original vorgefundene Tafelklavier der Pianofabrik Steingräber Bayreuth aus dem Jahre 1893.

 

Von dieser Tafelklavierart existieren heute nur noch sehr wenige Instrumente in Deutschland. Es wurde wegen des sehr schlechten Zustands für den Erhalt und die Bespielbarkeit wieder aufwendig restauriert. Meist werden um die Weihnachtszeit kleinere Konzerte gegeben, die für jeden Zuhörer, aber auch für Pianisten selbst ein besonderes Erlebnis sind.

 

Vom Wohnzimmer gelangen Sie in die bereits genannte Küche, die als Altenteil für den Mechanikus und seine Frau Sophie diente. Dies belegen originale Schriftdokumente, die im Traditionszimmer zu sehen sind. Über den Flur entdeckt man das Plumpsklo, dass früher von 2 Etagen aus nutzbar war, heute aber nur noch im Erdgeschoss erhalten ist. Weiter über die alte Holztreppe mit reich verziertem Geländer und Podesttür (auch aus der Hand des Meisters) gelangen Sie ins Obergeschoss, dass einen Ausstellungsraum für Sonder- und Wechselausstellungen zur Regionalgeschichte, Handwerk, Beruf, Freizeit und Natur beherbergt. Gegenüber befindet sich das Schlafzimmer, mit einer Fülle von handgefertigten Kleidungs- und Wäschestücken aus über 100 Jahren Zeitgeschichte. Auch nützlicher Hausrat für eine angenehme Nacht ist noch vorhanden.

 

Mit wenig Mühe erreicht man über eine kleine Treppe den Boden. Die Werkstatt des Mechanikus ist gleich links angeordnet. Sie zeigt sehr anschaulich die Einfachheit aber auch die Fülle der Werkzeuge mit denen die Kunstwerke des Meisters gefertigt wurden. Nachdem wichtige Schriftstücke im Traditionszimmer zu sehen sind, schließen wir unseren Rundgang im "Fundus" ab. Der Raum nimmt alle Gegenstände auf, die man in alter Zeit benutzt hat bzw. auch heute noch benutzt. Manch ein Besucher hat hier schon die alte Lederhose, Schlittschuhe, Schreibmaschine oder auch den Blaubeerkamm wieder erkannt. Die Fragen der Kinder unserer Grundschulen zu den Ausstellungsstücken zeigen aber auch, dass vieles inzwischen unbekannt ist. Es ist deshalb unschwer zu erkennen, dass die Erhaltung dieser Dinge einen erheblichen Beitrag zur Traditionspflege darstellt.

 

 

Sollten sie nach dem ca. einstündigen Rundgang müde geworden sein, so sind die Mitarbeiter des Vereins gerne bereit Ihnen in der Hutzenstube hinter der Museumsküche einen Kaffee zu servieren oder eine Erfrischung auszuschenken.

 

Alljährlich findet im Juni der Museumstag und im September/Oktober unsere Backtage statt, an welchen im hauseigenen Holzbackofen frisches Brot und Kartoffelkuchen gebacken und das alte Handwerk gepflegt wird. An diesen Tagen können unsere Besucher sich selbst einmal als Handwerker betätigen und zum Beispiel Sensen dengeln, Scheren schleifen, Besen binden oder Wäsche waschen nach Omas Art auf dem guten alten Waschbrett. In geselliger Runde wird nach getaner Arbeit gesungen und gelacht. Oftmals kommt auch ein Musikant vorbei und bringt die Besucher mit seinen Liedern noch so recht in Stimmung. So ist es nicht verwunderlich, wenn ein solcher Tag oftmals erst spät in der Nacht endet.

 

 

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie neugierig gemacht?

Dann besuchen Sie uns doch einmal. Wir freuen uns schon heute auf Ihren Besuch!

   
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